Marienbrücke in Bestwig künftig barrierefrei und beleuchtet
Bestwig. Ein Plus für alle Nutzerinnen und Nutzer: Die Marienbrücke, die in Bestwig die Ludwigstraße mit dem Bürgersportpark sowie dem Bähnchenweg verbindet, wird künftig barrierefrei und erhält eine Beleuchtung. Für vorbereitende Arbeiten musste die bisherige Brückenkonstruktion bereits demontiert werden – die Marienbrücke kann daher erst einmal nicht genutzt werden.
Hintergrund: Bislang konnte die Marienbrücke nur über mehrere Stufen erreicht werden – für Fußgänger mit Handicap, Menschen mit Rollator oder auch Familien mit Kinderwagen ein erhebliches Hindernis. Zudem war die Brücke bei Dunkelheit schwer einsehbar. Deshalb hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an die Gemeinde Bestwig den Wunsch gerichtet, an dieser Situation etwas zu ändern – sogar Unterschriften wurden gesammelt.
Mit der neuen Brücke will die Gemeinde Bestwig nicht nur ein Plus an Barrierefreiheit schaffen, sondern auch die Wegeverbindung insgesamt aufwerten: Auf dem Bürgersportplatz sind in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Sport- und Bewegungsangebote entstanden, die Menschen aller Generationen ansprechen. Zudem wird der Bähnchenweg, der eine beliebte Verbindung zwischen dem Ruhrtal und den Orten des Valmetals darstellt, besser erreichbar.
In den vergangenen Wochen sind im Bereich der Marienbrücke bereits vier Leuchtmasten installiert worden. Um die Barrierefreiheit herzustellen, muss die Brückenkonstruktion ausgetauscht werden. „Durch eine andere Tragwerkskonstruktion der Brücke liegt die Oberkante des Gehbelags dann rund 30 Zentimeter tiefer, ohne dass der Durchfluss-Querschnitt für die darunterliegende Valme verringert wird“, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig – eine wichtige Voraussetzung für einen funktionierenden Hochwasserschutz.
Die bisherige Brücke mit einer Rampe zu versehen sei eine Lösung, die nicht machbar gewesen sei, erklärt Hubertus Kreis: „Diese Rampe hätte dann eine Länge haben müssen, dass die Nutzung der benachbarten Grundstücke beeinträchtigt worden wäre.“ Die bisherige Brücke wird dabei keineswegs „entsorgt“: Die Gemeinde Bestwig lagert die Holzkonstruktion ein, bis sie an einer anderen Stelle im Gemeindegebiet wieder genutzt werden kann.
Um die neue Brücke einbauen zu können, erfolgen schon jetzt Arbeiten an der Tragekonstruktion – die Verbindung von der Ludwigstraße zum Bürgersportpark muss daher gesperrt bleiben. Voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte kann die „neue“ Marienbrücke inklusive Beleuchtung dann freigegeben werden. Für die Arbeiten an der Marienbrücke hat die Gemeinde Bestwig rund 80.000 Euro in ihrem Haushalt eingeplant.